14. oktober 2016

eigentlich sollte ich jetzt staubsaugen.
aber maggie schläft gerade.
und das wäre doch schade, die ruhige zeit ungenutzt verstreichen zu lassen.
da suche ich mir dann eine stille beschäftigung. meistens backen ;-)
aber jetzt dachte ich mir, erzähle ich mal ihre geschichte.


wie es dazu gekommen ist, dass wir mal wieder genau das gemacht haben, was wir nie machen wollten.
wie schon: niemals einen schäferhund, niemals einen jagdhund, niemals einen weißen flauschehund ...
wollten wir auch niemals einen welpen und niemals einen hund vom züchter.
tja.

nachdem wir schlampi verloren hatten, war heidi ja zwei jahre alleine.
aus der zeit haben wir gelernt, dass sie dazu neigt relativ schnell zu verschrullen.
und das macht eine neue vergesellschaftung natürlich nicht leichter.
dass sie richtig mit fitzi klar gekommen ist hat ein jahr gedauert.
und ihr alter. 

sie ist ja jetzt schon zehn jahre alt. es war mir klar, dass ich dieses mal nicht warten kann, bis mein gebrochenes herz wieder geheilt ist.
dass es so schnell gehen würde, damit hatte ich allerdings auch nicht gerechnet.



denn natürlich dachte ich, wir werden wochen- oder monatelang suchen, bis wir den geeigneten hund gefunden haben.
eines war allerdings ganz klar, wir holen nicht wieder einen hund aus dem tierheim aus dem heidi und fitzi waren.


und da geht es dann schon los mit schwierig.
ich habe fast 20 tierheime (im internet) abgeklappert, bis zu 100 km entfernung.
es ist überall das gleiche bild.
hunde um die sieben-acht jahre, große hunde, oder hunde, die ursprünglich aus dem ausland kommen.
und genau das wollten wir nach unseren traurigen, schlechten erfahrungen nun nicht mehr.
nicht noch einen hund mit versteckten krankheiten.
wir haben da einfach das vertrauen in die tierheime verloren.

nachdem ich mit papi über diesen misserfolg gesprochen habe, waren wir uns einig zu versuchen, von privat ein hündchen aufzunehmen.
also wenn leute sich trennen oder wegen jobwechsel keine zeit mehr haben, oder so.
okee, soweit so gut, aber wie kommt man die information?



ich hab dann einfach mal in der suchmaschine "hund abzugeben" eingetippt.
und hatte direkt einen volltreffer.
in den ebay kleinanzeigen ...
einen wunderhübschen, einjährigen parson russell.
die junge frau hatte tatsächlich einen jobwechsel vor sich.
als papi wieder zu hause war, hab ich ihm meinen fund gezeigt, er war auch sofort hin und weg.
ruf da gleich an, meinte er.

alles klar, wir haben sie zu uns eingeladen, dass sie sehen kann wohin ihr hündchen kommt, dass heidi und der kleine sich kennenlernen können, um zu sehen ob das passt.
hach, wir waren ein bisschen aufgeregt.
aber, am nächsten tag hat sie uns abgesagt, sie würde es doch nicht übers herz bringen, ihr hündchen weg zu geben.

wir hatten verständnis, wir könnten niemals einen lieb gewonnen hund wieder hergeben.
aber papi meinte, wenn das nun heutzutage so der brauch ist, dass man das bei ebay kleinanzeigen ins netz stellt, dann werden wir da irgendwann schon fündig werden.



weil uns dieser parson so gut gefallen hat, und wir beide schon seit vielen jahren (schon als wir heidi geholt haben stand das im raum) für die rasse schwärmen, habe ich dann "parson abzugeben" ins suchfenster getippt.
direkt der nächste volltreffer.
ein bild mit drei parson welpen, der in der mitte hat mir am besten gefallen.
wieder gewartet bis papi nach hause kommt.
wieder meinen fund präsentiert.
papi hat direkt auf das hündchen in der mitte gezeigt: der da.
ich sagte, die sind aber vom züchter.
er sagte, ruf mal an.
gut, ich ruf mal an.
die dame sagt, wir sollen mal vorbei kommen, gut machen wir, wann denn am besten?
heute abend, meinte sie.

also tatsächlich ein 9 wochen altes hundebaby?

dann fiel mir ein, dass ich auf meiner suche in den tierheimen auch welpen gesehen hatte.
war ja aber davon ausgegangen, dass wir einen 1-2 jahre alten hund wollten.
hab ich also nochmal gesucht und papi gezeigt.
einer sah fast so aus wie heidi, den wollte papi dann auch noch sehen.
das tierheim hatte aber erst am nächsten nachmittag wieder offen.

also sind wir abends zu der züchterin gefahren.
es waren dann nur noch zwei welpen abzugeben, aber der mit dem dunklen köpfchen war noch da.
ja natürlich, süß, niedlich, vorstellbar, aber papi wollte den tierheim welpen noch sehen.
wir sagten also, wir schlafen drüber und melden uns am nächsten tag.



am nächsten tag hat papi mich gefragt, wie wir wohl reagieren würden, wenn der welpe aus dem tierheim durchfall bekommt?
alleine schon die frage hat verzweiflung und horror ausgelöst.
und wie würden wir reagieren, wenn der kleine parson durchfall bekommt?
naja, das kommt ja häufiger vor, dass hunde durchfall haben.
es war uns klar, nach allem war wir in den letzten paar jahren erlebt haben, sind wir emotional einfach nicht mehr in der lage ein tierheim-hündchen aufzunehmen.

dann war's noch ein anruf bei der züchterin, eine weitere fahrt dorthin, und wir hatten maggie.

nur zwei monate nachdem wir fitzi verloren hatten war mir das eigentlich zu schnell, zu früh.
aber für papi und heidi war es richtig.
und jetzt, sechs wochen später, zeigt es sich, alles gut genauso wie es gekommen ist.




Kommentare:

Angelika Kaufmann hat gesagt…

Liebe Isi, mir ist es ähnlich ergangen wie dir, nur in Katze. Nachdem meine Fritzi verunglückt ist und mein Pauli auch seltsam wird wenn er allein ist, haben wir uns zwei kleine Teufelchen angetan. Jetzt sind sie schon 7 Monate alt und alles ist gut so wie es ist..... Viele Grüße
Angelika

Isi Merkel hat gesagt…

liebe angelika

herzlichen dank für deinen zuspruch!
und viel spaß mit den kleinen teufelchen :-)

liebe grüße, isi